Depot wechseln
Gründe, ein Depot wechseln zu wollen, gibt es viele. Bei den meisten Kunden tritt wohl ein finanzieller Aspekt zutage. Der Anbieter, zu dem der Depot Transfer stattfinden soll, hat dann in der Regel günstigere Gebühren als der Anbieter, bei dem das Depot momentan noch geführt wird. Aber auch ein verändertes Handelsverhalten des Kunden kann einen Depot Übergang notwendig machen.
Der jetzige Anbieter bietet vielleicht nicht die Möglichkeit sämtliche Wertpapiere zu handeln. Möchte der Kunde beispielsweise neben Aktien nach einiger Zeit auch in Fonds oder Zertifikate investieren und wird ihm diese Möglichkeit bei seinem jetzigen Broker nicht geboten, so kommt nur ein Depot Transfer in Betracht. Natürlich kann auch eine eventuelle Unzufriedenheit seitens des Kunden mit dem aktuellen Anbieter ein Grund sein, ein Depot wechseln zu wollen. Das kann eine unübersichtliche Website sein oder auch länger anhaltende Schwierigkeiten beim Daytrading, durch die man durchaus einiges an Geld verlieren kann.
Kosten für einen Depot Übergang
Grundsätzlich darf der Kunde laut zweier Urteile des Bundesgerichtshofs bei einem Depot Transfer nicht mit Gebühren belastet werden. Dies gilt im Übrigen auch, wenn der Kunde nicht sämtliche Aktien, sondern nur einen Teil seiner Wertpapiere in ein anderes Depot transferiert. Verlangt die Bank trotzdem Gebühren für das Depot wechseln, so hat der Kunde das Recht, diese wieder zurückzufordern. Allerdings können bei einem Depot Übergang trotzdem Kosten entstehen. Mehr über Kosten bei Online Depots
Die Bank, von welcher die Wertpapiere übertragen werden, darf dem Bankkunden eventuell anfallende fremde Spesen weiterbelasten. Viele Onlinebroker sorgen aber dafür, dass der Kunde davon nichts merkt, da sie diese Kosten bei einer Neueröffnung eines Depots übernehmen. Hier einige Beispiele für Anbieter, die es Neukunden ermöglichen, kostenlos mit ihrem Depot wechseln zu können: Sparkassen Broker, Targobank, DAB Bank, comdirekt, 1822direkt, flatex, OnVista Bank, Cortal Consors und Netbank . Ein kostenloser Depot Übergang wird aber prinzipiell von fast jedem Anbieter angeboten.
Ein Vergleich vor dem Depot Übergang lohnt sich
Welche Gründe dafür ausschlaggebend sind, ein Depot wechseln zu wollen, wurde oben schon erörtert. Aus eben diesen Gründen ist es aber zu empfehlen, sich vor dem Depot Transfer auf die Suche nach einem geeigneten Anbieter zu machen. Einige Broker bieten als besonderen Service einen Demoaccount an. Mit dessen Hilfe kann vor dem Depot Übergang getestet werden, ob die Börsensoftware und die allgemeine Gestaltung und Handhabung der Website des Brokers den eigenen Vorstellungen entspricht. Da aber nicht alle Anbieter einen solchen Demoaccount anbieten, empfiehlt es sich außerdem auf einen Onlinevergleich verschiedener Broker zurückzugreifen.
Wer sein Depot wechseln möchte, kann sich so auf einfache und schnelle Weise einen guten Überblick verschaffen. Denn für jeden Kunden sind andere Services und Angebote eines Onlinebrokers wichtig. Kunden, die nicht sehr viele Transaktionen durchführen, sind vielleicht auf der Suche nach einem Anbieter, der ohne jährliche Fixkosten auskommt. Für Kunden dagegen, die sehr viele Orders abgeben, sind die jährlichen Fixkosten nicht ganz so wichtig. Sie legen dafür mehr Wert auf niedrige Ordergebühren. Auch eventuell anfallende Kosten für den telefonischen Handel, Mindesteinlagen, Limits und zusätzliche Beratungsangebote werden bei einem Onlinevergleich: Depot Vergleich deutlich und erleichtern so die Entscheidung zu welchem Anbieter der Kunde mit seinem Depot wechseln sollte.











